German WT9 Dynamic Turbo Tow was baptized

  • Wednesday, 09 September 2015
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Weg- und Flugzeugtaufe auf dem Eisberg

Mit Peter Schwenk und Hermann Wendler wurden am 26. Juli zwei Pioniere des Luftsportvereins Münsingen-Eisberg ausgezeichnet: Jeder trug auf seine Art dazu bei, dass es den Flugplatz Münsingen-Eisberg überhaupt gibt.

The Dynamic WT9 with serial number DY-521 flown from March to July 200 hours. Customers are very satisfied and want to share the joy with you. Aircraft is used universally, but for the aerotow greatly appreciated turbo engine at their airfield. The Dynamic has its name. Read more... The Article is written in the original language.
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Im März war es endlich so weit. Der schmelzende Schnee auf dem Eisberg ließ zu, dass die sehnlichst erwartete neue Dynamic Turbo erstmals einschwebte. Nun gab es kein Halten mehr: Umschulen am Fließband war angesagt und der neue Vogel wurde so viel bewegt, dass die Wartungen im Monatsrhythmus fällig wurden. Der Dynamic Turbo wird gute F-Schlepp Performance nachgesagte - ob der kurzen Eisberg Piste ein weiteres wichtiges Kriterium. Auch hier begeistert uns der Vogel immer wieder.
Angesichts dieses erfolgreichen Einstands war klar, dass wir die Dynamic taufen und dieses Fest gebührend feiern werden. Auch die Idee, den langjährigen Vorsitzenden Hermann Wendler zu verewigen, fand sofort breite Zustimmung.
Der Bau einer Flugzeughalle und der Seilwinde, das Verlegen der Telefonleitung, der Wasser- und der Stromversorgung, die Erweiterung des Flugzeugparks – dies sind nur einige Beispiele aus der langen Liste, die in seiner 20-jährigen Amtszeit umgesetzt wurde. Und als der LSV später dringend einen Kassier brauchte, ließ er seinen wohlverdienten Ruhestand links liegen und nahm mit über 70 Jahren noch diese sehr anspruchsvolle Aufgabe an. Über 10 Jahre erfüllte er sie gewissenhaft, bis er es gesundheitlich wirklich nicht mehr konnte.
Dabei agierte Herrmann stets ruhig, oft unauffällig, aber immer wirksam und konsequent. Seine ausgleichende und besonders gegenüber der Jugend sehr tolerante Art sowie sein gelebtes Vertrauen in die Fliegerkameraden prägten die Kultur in unserem Verein und dieser Geist ist bis heute spürbar.
Als eines Abends Hermann Wendlers entscheidende Rolle als Gemeinderat und lokaler Garant bei der Gründung des Fluggeländes Eisbergs diskutiert wurde, kam die Sprache auf einen weiteren „Hauptschuldigen“: Peter Schwenk, seines Zeichens Ausgangsperson der Schwenk’schen Fliegerdynastie, hatte nämlich in den 1960-ger Jahren die Idee und leistete den entscheidenden Anschub, dass auf dem Eisberg ein Fluggelände entstehen konnte. Nun reifte der Plan, beide Pioniere zusammen zu ehren.
Hermann Wendler war leider im Frühjahr verstorben. Umso wichtiger, dass er noch von der bevorstehenden Ehrung erfuhr und sich sehr darüber gefreut hat. Für Opa Peter sollte es aber eine Überraschung werden.
Nach dem alljährlich stattfindenden Gottesdienst im Grünen und der Begrüßung durch Vorstand Peter Hinkel war der der Dottinger Ortsvorsteher Adolf Lamparter mit seinem Grußwort an der Reihe. Anstatt gleich zu taufen präsentierte er jedoch dem untypisch sprachlosen Fliegeropa den „Peter-Schwenk-Weg“. Als dann auch noch das Schwesterflugzeug seiner über Jahrzehnte heiß geliebten gelben Piper PA 18 einschwebte, gab es kein Halten mehr: wie einst warf Peter sie von Hand an, stieg zu seinem ehemaligen Weggefährten Wolfram Ruopp ins Cockpit und startete sichtlich berührt zu einem Rundflug.
Mit der Bibelstelle "Ehre, wem Ehre gebührt" aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer brachte es Dr. Helmut Albrecht, der Präsidialrat des Baden-Württembergischen Luftfahrtverbandes danach auf den Punkt: Es ging um die Ehrung zweier ganz besonderer Menschen für den Eisberg. Sie gehörten damals zu einem kleinen Kreis an Pionieren, denen die Existenz des Luftsports in seiner heutigen Form zu verdanken ist.
Glückwünsche zum erfolgreichen Tun auf dem Eisberg gab es auch vom BWLV-Präsidenten Eberhard Laur, der überraschend und standesgemäß mit seinem Ventus zur Feierlichkeit dazu kam.
Bei der Flugzeugtaufe, die Taufpate Adolf Lamparter übrigens mit Dottinger Quellwasser durchführte, erinnerte er sich auch an Diskussionen zur Namensgebung für den Flugplatz selbst: Um das damalige Bild der elitären Flieger nicht zu untermauern, wurde der historische Geländename „Herrenberg“ als ungeeignet empfunden. Stattdessen kam der benachbarte Eisberg zu Ehren als zunächst das Fluggelände und später auch der Verein nach ihm benannt wurden.
Mit Rundflügen und Modellflugvorführungen fand der schöne Tag, welcher musikalisch passend vom Chor Da Capo aus Nürtingen begleitet wurde, einen entspannten Ausklang.
Der herzliche Dank des LSV Münsingen-Eisberg geht an alle, die diesen Tag begleitet und unterstützt haben. Die Rückmeldungen der Besucher, das Presseecho und auch aus dem lokalen Umfeld des Eisbergs waren sehr positiv.

Written by Peter Hinkel This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it..

Last modified on Thursday, 10 September 2015 07:07

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